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Fahrlehrerausbildung MPU

Wenn man Fahrlehrer werden möchte, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Fahrlehrer-Beruf ein sehr verantwortungsvoller Beruf ist. Daher schauen der Staat und die zuständigen Behörden ganz genau hin, wer Fahrlehrer werden darf. Bevor Sie also die Zulassung erhalten, mit der Sie dann Fahrlehrer werden dürfen, werden Sie auf Herz und Nieren überprüft. Eine der Zugangsvoraussetzungen besagt, dass Sie charakterlich geeignet sein müssen, um Fahrlehrer zu werden (siehe FahrlG). Schließlich müssen Sie als Fahrlehrer eine Vorbildfunktion erfüllen.

Die charakterliche Eignung wird in der Regel festgestellt, wenn Sie keine gravierenden Einträge im Strafregister, also ein sauberes Führungszeugnis, haben und vor allem keine oder maximal wenige Einträge im Fahreignungsregister (FAER) vorweisen können. Um es etwas genauer auf den Punkt zu bringen, Sie dürfen keine schwerwiegenden Straftaten begangen haben (erst recht nicht in Verbindung mit dem Straßenverkehr) und sollten im besten Fall keine Punkte in Flensburg haben. Schnell kommt hierbei die Frage auf: „Wie viele Punkte darf man haben, wenn man Fahrlehrer werden will?“ Diese Frage zu beantworten, ist nicht ganz so einfach, denn es kommt immer darauf an, wofür Sie die Eintragungen/Punkte bekommen haben. Wenn es sich z.B. um ein Augenblicksversagen (z.B. Rotfahrt-Vergehen) handelt, dann sieht die Behörde darüber eher hinweg, als wenn Sie beispielsweise zweimal mit dem Handy am Ohr erwischt worden sind. Sie könnten jetzt denken: „Ein Fahrt über eine rote Ampel ist doch schwerwiegender, als mit dem Handy am Ohr erwischt zu werden, während man Auto fährt!“ Aber Sie irren sich! Es ist allgemein bekannt, dass das Telefonieren mit dem Handy am Ohr verboten ist, wenn Sie ein Fahrzeug führen. Sie handeln also vorsätzlich. Wenn Sie dies wiederholt tun, dabei mehrfach erwischt werden und das zu Einträgen im Fahreignungsregister führt, geht die Behörde davon aus, dass Sie charakterlich nicht geeignet sind, Fahrlehrer zu werden. Ähnlich verhält sich das auch beim zu schnell Fahren. Wenn Sie einmal zu schnell fahren – kein Problem. Zweimal oder öfter hingegen, lassen an Ihrer charakterlichen Eignung zweifeln. Bei einer einzigen Rotfahrt und den damit verbundenen Konsequenzen, im Hinblick auf Eintragungen im Fahreignungsregister, besteht also kein Grund zur Panik. Generell gilt: Einmal ist keinmal!

Wenn Sie aufgrund Ihres Verhaltens im Straßenverkehr schon einmal Ihren Führerschein abgeben mussten, kann es kritisch werden. Wie bereits beschrieben, ist es wichtig, dass kein Zweifel darin besteht, dass Sie charakterlich geeignet sind, um zukünftigen Verkehrsteilnehmern das Führen von Fahrzeugen näher zu bringen. Die Behörde wird bei einem vorangegangenen Führerscheinentzug ganz genau hinschauen und prüfen, wieso und weshalb Sie den Führerschein abgeben mussten.

Das kann auch dazu führen, dass Sie eine sogenannte Fahrlehrer-MPU durchführen müssen. Diese unterscheidet sich nicht wirklich von einer normalen MPU, wird aber vor allem dann angeordnet, wenn es Gründe gibt, die massiv an Ihrer charakterlichen Eignung zweifeln lassen. Dies gilt auch, wenn die Gründe weit in der Vergangenheit liegen. Ein großes Thema sind hierbei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz in Verbindung mit der Teilhabe am Straßenverkehr.

In der Regel muss derjenige eine Fahrlehrer-MPU absolvieren, der bereits in der Vergangenheit schon mal eine MPU machen musste. Da diese sehr zeit- und kostenintensiv ist, schrecken viele Interessenten nach der Aufforderung eine MPU abzulegen, von dem Vorhaben Fahrlehrer zu werden, zurück.

Die Krux an der MPU im Rahmen der Fahrlehrausbildung liegt darin, dass man erst dann weiß, ob eine Fahrlehrer-MPU notwendig ist, wenn man den Antrag auf Fahrlehrerlaubnis bei der Behörde gestellt hat. Denn diese fängt erst nach der Antragstellung an zu prüfen, ob Sie charakterlich geeignet sind, um Fahrlehrer zu werden. In den meisten Fällen befinden sich die Betroffenen dann aber schon in der Fahrlehrerausbildung und müssen diese dann entweder ab- oder zumindest unterbrechen.

Um sicherzugehen, dass Sie im Rahmen Ihrer angestrebten Fahrlehrerausbildung keine MPU ablegen müssen, empfiehlt es sich, Ihren Antrag auf Fahrlehrerlaubnis vor dem Einstieg in die Fahrlehrerausbildung zu stellen. Nur dann können Sie wirklich sicher sein, ob Sie Fahrlehrer werden dürfen oder ob es Gründe gibt, weshalb Sie vorher noch weitere Hürden nehmen müssen. Sie wissen am Besten, ob es in der Vergangenheit Dinge gab, die dazu führen könnten, dass Sie – nicht ohne Weiteres – Fahrlehrer werden dürfen.

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